PTBS-Assistenzhund: Ein Begleiter für Sicherheit und psychische Stabilität

Menschen, die unter einer posttraumatischen Belastungsstörung leiden, sind aufgrund vielerlei Symptome stark in ihrer Partizipation eingeschränkt. Ein PTBS-Assistenzhund ist in der Lage, die Lebensqualität des Assistenznehmers deutlich zu steigern.

Die PTBS-Hunde werden in Selbstausbildung und Fremdausbildung geschult und mithilfe des Assistenzhundetrainers auf den Alltag des Betroffenen perfekt vorbereitet. Diese Hunde müssen eine sehr hohe Sensibilität mitbringen, unerschrocken und ruhig sein und im Ernstfall Entscheidungen treffen können.

Die Beziehung zu dem Assistenznehmer ist sehr tief und vertrauensvoll, der Hund lernt, was seinem Menschen guttut und erkennt zuverlässig den emotionalen Zustand des Patienten. Die Assistenznehmer sind meistens mindestens 16 Jahre alt, nach oben sind keine Grenzen gesetzt.

PTBS-Hund in Ausbildung

Schwere Symptome der posttraumatischen Belastungsstörung

Die Patienten leiden an Flashbacks, die sie in jeder Situation einholen können, starke Panikzustände auslösen, desorientieren und sie in kaum zu bewältigende Lagen bringen können. Erleidet der Assistenznehmer solch einen Zustand in der Öffentlichkeit, kann der PTBS-Assistenzhund den Menschen zielsicher aus der Masse leiten, zu einem Ausgang bringen und zu einem ruhigen Ort führen, wo der Mensch sich erholen kann.

In bedrohlichen Situationen gibt der Hund dem Assistenznehmer Schutz und hält fremde Menschen von ihm fern, ohne Passanten zu verängstigen oder in Gefahr zu bringen. Der PTBS-Hund ist allein für seinen Assistenznehmer da und lässt sich, wie jeder andere Assistenzhund auch, nicht durch andere Menschen oder Hunde ablenken. Er ist sensibel und erkennt schwierige Situationen, noch bevor beim Patienten ein Notzustand ausgelöst wird.

Die Ausbildung der PTBS-Assistenzhunde ist sehr präzise auf die Bedürfnisse des Menschen abgestimmt und richtet sich nach seinem Lebensstil und seiner Symptomatik. Der Hund vermittelt dem Menschen eine große Sicherheit und unterstützt seine alltäglichen Aktivitäten.

Albträume sind ebenfalls ein häufiges Symptom der posttraumatischen Belastungsstörung. Der PTBS-Hund ist in der Lage, den Menschen im Fall eines Albtraums zu wecken, zu beruhigen und zu trösten.

Selbständigkeit durch den PTBS-Hund

Viele PTBS-Patienten haben Schwierigkeiten, sich in der Öffentlichkeit zu bewegen, meiden stark besuchte Plätze, viele haben Angst vor öffentlichen Verkehrsmitteln oder Supermärkten. Hier steht der PTBS-Hund dem Assistenznehmer zur Seite und ist sein treuer Begleiter.

Mit der tierischen Begleitung trauen sich Patienten, die Wohnung zu verlassen, Einkäufe und Termine zu erledigen und auch an sozialen Aktivitäten teilzunehmen. Das Wissen, dass der Hund im Ernstfall sie aus der Situation ziehen und an einen sicheren Ort bringen kann, verleiht den Menschen viel mehr Selbstbewusstsein und Kraft, am alltäglichen Leben mit deutlich weniger Einschränkungen teilzunehmen.

PTBS-Hund nimmt Ängste

PTBS-Hunde nehmen den Assistenznehmern die Angst, indem sie z. B. Licht in dunklen Räumen anschalten, Türen öffnen und schließen, in Räumlichkeiten als erste hineingehen oder die Häuslichkeit nach Gefahren absuchen. Sie helfen dem Menschen, ihre Ängste zu überwinden, spenden Mut, sind geduldig und bleiben ruhig. Ebenso schaffen sie bei Bedarf Distanz zu anderen Menschen, in dem sie sich z. B. in den Weg stellen und den Assistenznehmer abschirmen. Auch können die Hunde Wasser oder Medikamente holen oder an die Einnahme erinnern, das Handy reichen oder Dinge holen und tragen.

PTBS-Hunde sind meist groß und kräftig, um ein sicheres Gefühl zu verleihen und den Menschen bestimmend aus einer Menge rausziehen zu können, aber auch Türen zu öffnen und zu schließen. Die Hunde verfügen über einen ausgezeichneten Orientierungssinn und können den Menschen im Fall der Fälle auch zu seinem Auto oder direkt nach Hause führen.

Für Krisen vorsorgen

Wichtig ist es, dass die Betreuung des Hundes jederzeit gewährleistet ist, auch wenn der Patient sich im Falle einer Krise Krankenhaus befindet. Hierfür werden Angehörige speziell geschult und arbeiten mit dem Assistenzhundetrainer zusammen. Gibt es keine Angehörigen, kann der Hund durch einen Verein oder andere Kontakte des Assistenzhundetrainers untergebracht werden.

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